ESB – keine Komplettlösung

Kein neues Konzept

Die Kritik am Enterprise Service Bus äussert sich in verschiedener Hinsicht.
Als erstes wird darauf hingewiesen, dass es kein neues Konzept ist, sondern dem seit den 90er Jahren sehr verbreitetem Integration Brokern ähnelt. Des weiteren ist der Begriff an sich zu ungenau, um eine bestimmte Softwarekategorie zu bezeichnen. Er beschreibt keinen konkreten Lösungsansatz für komplexe Problemstellungen im IT-Breich.

Irreführende Bezeichnung

Der Begriff Enterprise Service Bus hat durch seine leichte Einprägsamkeit sehr starke Marketingwirkung.
Die Namensgebung irritiert, verleiht den IT-Abteilungen das Gefühl, dass der Erfolg ihres Unternehmens von diesem Produkt abhängt und so neigen diese sehr schnell dazu, überdimensionale Infrastruktur in ihre Anwendungslandschaft zu installieren.
Dabei werden die tatsächlichen Problemstellungen und Lösungsmöglichkeiten ausser Acht gelassen.

Fehlende Komplexität

Die Kritik richtet sich auch an die Funktionsweise eines Enterprise Service Bus.
Ein ESB bietet nur die Möglichkeit, Daten und Programme auf einer Ebene zu integrieren, und zwar auf der Funktionsebene eines Programms, der Logikintegration.
Es können aber 3 Verbindungsebenen definiert werden, die Ebene der Benutzerschnittstellen zur Präsentation, die Ebene des direkten Zugriffs auf Datensätze und die bereits erwähnte Ebene der Geschäftsfunktion.
Somit ist klar, dass ein Enterprise Service Bus keine komplette Lösung darstellen kann.